Haselnuss-Biskuit mit italienischer Vanillecreme

Doris Dempewolf

Vorbereitungszeit: 30 Minuten

Kochzeit: 1 Stunde 30 Minuten

Portionen: 8 Stücke

Es gibt Gebäcke, die man beim ersten Bissen einfach liebt – leicht, nussig, süß und doch elegant. Engelsflügel gehören ganz klar dazu. Sie schmecken wie frisch aus einer italienischen Pasticceria: zart, knusprig am Rand, innen weich und aromatisch nach Haselnüssen und Zimt.

Das Beste daran? Dieses Rezept ist nicht nur köstlich, sondern auch ideal zur Verwertung vieler Eiweiße – also perfekt, wenn nach Crème Pâtissière, Mürbeteig oder Lemon Curd wieder einmal acht Eigelbe übrig bleiben.


🥚 Haselnuss-Biskuit aus purem Eiweiß

Die Basis der Engelsflügel ist ein luftiger Haselnuss-Biskuit, der aus acht Eiweißen aufgeschlagen wird.
Mit etwas Zucker, gemahlenen Haselnüssen und einem Hauch Zimt entsteht eine zarte Masse, die nach dem Backen wunderbar leicht und fein porig ist – fast wie ein kleines Stück Wolke.

In der schnellen Variante – dem „Quickie“ – wird der Teig einfach dünn auf ein Backblech gestrichen und nach dem Backen halbiert. Dann lassen sich aus der Platte ganz unkompliziert Flügel ausstechen:
mit einem Messer, einem Glas oder hübschen Plätzchenformen – je nach Lust und Laune.


🍪 Für Perfektionisten: die klassische Variante

Wer es lieber handwerklich akkurat mag, spritzt den Biskuitteig in vorgezeichnete Schablonen auf das Blech. Nach dem Backen wird das Backpapier vorsichtig abgezogen – so entstehen makellos glatte, abgerundete Ränder, wie sie in italienischen Konditoreien üblich sind.

Das braucht etwas mehr Zeit und Fingerspitzengefühl, aber das Ergebnis ist wunderschön: gleichmäßig geformte Engelsflügel, die aussehen, als kämen sie direkt aus einer venezianischen Pasticceria.


🌟 Genuss und Vielseitigkeit

Ob pur, mit einer feinen Creme gefüllt oder in Schokolade getaucht – diese Haselnuss-Biskuit-Flügel sind vielseitig und edel zugleich. Sie passen perfekt zu Espresso, Cappuccino oder einem Dessertteller und lassen sich wunderbar verschenken.

Und wer das Rezept einmal ausprobiert hat, wird es lieben – nicht nur wegen des Geschmacks, sondern weil man mit wenigen Zutaten etwas wunderschön Leichtes und Raffiniertes zaubern kann.


❤️ Fazit

Engelsflügel sind ein Paradebeispiel für italienische Backkunst: schlicht, präzise und voller Aroma.
Sie verbinden Resteverwertung und Raffinesse, sind luftig, nussig und einfach himmlisch gut – ein Gebäck, das seinem Namen alle Ehre macht.

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  • Vorbereitungszeit: 30 Minuten
  • Kochzeit: 1 Stunde 30 Minuten
  • Portionen: 8 Stücke

Zutaten

  • 200 g frisch geröstete und gemahlene Haselnüsse , ich empfehle die von Papa dei Boschi
  • 160 g Zucker
  • 1 Prise Steinsalz
  • 1 TL Vanillepaste (oder 2 Pck Vanillezucker)
  • 1 Msp Zimt
  • 8 St Eiweisse
  • 60 g Weizenmehl 550er

Zutaten Crema Pasticceria

  • 500 g Milch
  • 50 g Sahne
  • 1 EL Vanillepaste
  • 1 Prise Steinsalz
  • 4 St Eigelbe
  • 1 St Ei
  • 120 g Zucker
  • 60 g Weizenmehl 550 (ich: Tipo 00)

Zubereitung

    • Backofen auf 240 Grad vorheizen

    Nussbiskuit

    Variante 1: Backblech

    • Backblech mit Backpapier auslegen – das Papier sollte an allen vier Seiten hochgezogen sein auf ca. 2 cm
    • Eiweisse mit Salz auf höchster Stufe der Küchenmaschine steif schlagen
    • Haselnüsse mit Mehl, Vanillepaste und Zimt vermischen und per Hand mit dem Spatel unterziehen
    • Teig auf das Backblech streichen und ca. 7 Minuten abbacken
    • Teigplatte auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen und Backpapier abziehen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen
    • nach dem vollständigen Abkühlen mit Hilfe eines Plätzchenausstechers oder eines Glases jeweils 2er Pärchen ausstechen

    Variante 2: Konditor-Methode

    • Backpapiere auf die Größe eines Backbleches zuschneiden
    • mit einem Bleistift Kreise und Quadrate beliebiger Größe vorzeichnen
    • Teig wie oben beschrieben zubereiten
    • Backpapiere umdrehen und Teig in eine Spritztülle mit glatter Tülle füllen
    • von der Mitte her die Creme auf die Kreise/ Quadrate spritzen
    • Teigplatte auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen und Backpapier abziehen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen

    Zubereitung Crema pasticcera

    • Eigelbe, Ei, Milch, Sahne, Salz, Zucker und Vanillepaste auf 90°C erhitzen, dabei ständig rühren und die Temperatur kontrollieren
    • die Masse sollte glänzen und anziehen, bis eine Puddingkonsistenz erreicht ist
    • Puddingmasse mit einem Stück Klarsichtfolie abdecken und für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen
    • Creme in eine Spritztülle füllen
    • jeweils zwei Kuchenstücke, deren Kanten perfekt aufeinander passen, zusammen suchen
    • auf jeweils eine der beiden Pärchenhälften die Creme aufspritzen und mit der anderen Hälfte abdecken
    • mit Puderzucker bestäuben und bis zum Servieren kaltstellen

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