Üwwerraschung / Sorpresa
Selten schaffe ich es, einen Eintopf so zu reproduzieren, dass er er so schmeckt wie der davor: zu kreativ ist das Spielen mit den Zutaten, zu interessant die Herausforderung, Neues zu kreiieren: So ist die Überraschung, was man aus einfachen Gemüsesorten an Aromen so alles herauskitzeln kann, immer wieder groß.
Je nachdem, welche Zutaten gerade am knackigsten, am aromatischsten, am duftigsten sind, wandern diese in den Topf und verbinden sich mit frischen Kräutern, Wein oder Bier zu sämigen, leichten oder cremigen Suppen.
Eintöpfe zu kochen ist für mich daher immer spielerisch, kreativ, und ich weiß nie genau, was dabei herauskommt.
Die Ribollita, deren deutsche Übersetzung „aufgekocht oder aufgewärmt“ bedeutet – verfügt über eine Eigenschaft, die viele Eintöpfe auszeichnet: die Aromen verdichten sich mit jedem Aufwärmen. Sie ist ein typischer toskanischer Bauerneintopf, der aus wenigen Gemüsesorten zubereitet wird.
Serviert wird die Suppe dann auf einem Bett aus altem oder auch aus geröstetem Brot, das nicht nur zusätzlichen Geschmack an den Eintopf abgibt so dass selbst Bauarbeiter, die 12 Stunden in der Sonne geackert haben, sich nach dem Mahl satt und zufrieden vom Tisch erheben.
Mein Fazit
Die Ribollita ist weit mehr als nur ein einfaches Resteessen. Sie steht für die Kunst, aus wenig viel zu machen – aus einfachen Zutaten etwas Herzhaftes, Wärmendes, Ehrliches. Ein Stück toskanische Lebensfreude im Suppentopf.
Ob du sie klassisch nach Rezept oder frei nach Gefühl kochst – mit jeder Portion wird sie ein bisschen besser. Genau wie das Leben, das manchmal einfach aufgewärmt am schönsten schmeckt.