Ich kenne niemanden, der diese Torte nicht liebt: sie schmeckt schon den Kleinsten, und der frische, sahnige Geschmack bleibt bei allen, die sie kosten, tief verankert in den besonders schönen Kindheitserinnerungen.
In den Siebzigerjahren, als ich ein kleines Mädel war, buk unsere Mama uns diese Torte zu Geburtstagen. Der letzte Schrei damals waren die Dosenmandarinen, die der Torte das I-Tüpfelchen verpassten. Die Mandarinen verwende ich nicht, nachdem ich gelesen habe, wie sie hergestellt werden. Wenn dir aber der Sinn danach steht: einfach eine kleine Dose Mandarinen abtropfen lassen, und rein damit😃.
Ich empfehle dir, frische, kurz blanchierte und geschälte Aprikosen oder Pfirsiche zu verwenden (Ananas aus der Dose und frische Mango sind auch lecker. Tiefgekühlte Früchte sind auch gut, allerdings saften sie etwas mehr aus, als frische. Der Boden könnte daher matschig werden, und die Creme rund um die Früchte flüssig – und das will ja niemand. Abraten möchte ich dir vor dunkelfleischigen Früchten, wie Beeren (Heidel,- Erd,- oder sonstigen Sorten), denn die verunstalten die Creme mit roten oder blauen Farbstoffen.
Vorbereiten kannst du die Torte max. einen Tag vor dem Servieren. Am gleichen Tag schmeckt sie uns am besten – aber sie muss zwingend mindestens drei Stunden vor dem Servieren gekühlt werden, damit die Gelatine die Creme gut abbinden kann, und die Creme ihr köstliches Aroma ausbilden kann.
Bist du Vegetarierin? Dann verwende anstatt Gelatine die vegane Agartine. Die bindet ebenso gut wie ihr tierisches Pendant. Vermeiden würde ich SanApart. Die macht deine Creme ganz leicht gelblich-gräulich, was bei einer Creme, die durch ihre sahnig-weiße Farbe besticht, nicht sehr hübsch aussieht.
Und nun wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Nachbacken.
