Es gibt Gerichte, die schmecken nicht nur gut – sie erzählen Geschichten. Ungarisches Bogrács-Gulasch gehört genau dazu. Wenn der schwere Eisenkessel über dem offenen Feuer hängt, die Flammen leise knistern und der Duft von Paprika, Zwiebeln und geschmortem Fleisch in der Luft liegt, dann weiß man: Hier wird gekocht, wie es seit Generationen in Ungarn Tradition ist.
„Bogrács“ bedeutet nichts anderes als Kessel, und genau darin entsteht dieses rustikale, ehrliche Gericht. Kein Herd, kein Schnickschnack – nur Feuer, Zeit und gute Zutaten. Es ist ein Essen, das verbindet: Freunde, Familie, Natur und den einfachen Genuss des Moments.
Das Geheimnis eines echten Bogrács-Gulaschs liegt im langsamen Schmoren und im Spiel mit dem Feuer. Jede Flamme, jede Holzart und jede Bewegung des Kochlöffels gibt dem Gericht seinen eigenen Charakter. Das Ergebnis: ein kräftiges, tief aromatisches Gulasch mit zarter Fleischstruktur und einer Sauce, die an die ungarische Puszta erinnert – wild, erdig und voller Seele.
Mein Tipp: probiere das Gulasch mit Schweinefüßen, die du dir vom Metzger halbieren lassen solltest. Das Kollagen im Fleisch verleiht der Suppe etwas Bindung, vor allem aber einen unverwechselbaren Geschmack, der für mich die Suppe unwiderstehlich macht.
Also: Feuer an, Kessel raus – und los geht’s auf eine kleine kulinarische Reise nach Ungarn.