Wer Hefeteig wie bei Oma liebt, ist hier genau richtig: der Teig strotzt nur so von Hefegeschmack, denn es wird eine enorme Menge an Hefe verwendet. Wer nicht soviel Hefe benutzen möchte (und das nicht verträgt), reduziert die Hefemenge einfach wie folgt: für einen besonders bekömmlichen Hefeteig nimmst du nur 3g Frischhefe (Teigruhe im Kühlschrank über Nacht für 8-10 Stunden bei 5 Grad Celsius), und für das Backen am gleichen Tag genügen 6-20g (Teigruhe mit 6g ca. 3-4 Stunden bei 24 Grad, und 20g 1,5 bis 2 Stunden).
Ich habe mich für das hefelastige (propere 50g!) Originalrezept von panoskitchen entschieden, weil ich noch nie mit derartig viel Hefe gearbeitet habe, und ich den Hefegeschmack von Butterkuchen meiner Mama hinreißend finde. Frisch aus dem Ofen habe ich dann das Gebäck gekostet. Mein Fazit: lasst das mit den 50g – besser schmeckt der Teig mit weniger Hefe, und längeren Abstehzeiten.
Hervorheben möchte ich die Aromen, die dem griechischen Festtagsgebäck den typischen Geschmack verleihen:: das eine ist Steinweichselmehl (Mahlepi), das andere Mastix. Mastix ist besonders interessant: es handelt sich dabei
Der Mastix ist das Harz der Mastixsträucher oder kleinen -bäume. Es entsteht durch Eintrocknen und Aushärten des Harzbalsams, der aus den Sträuchern oder Bäumen austritt. Mastix ist in Griechenland bekannt als „Tränen von Chios“. Dazu gesellen sich noch Orangen- und Zitronenabrieb. Der Teig duftete schon vielversprechend, und ich probierte sogar den rohen Teig, was ich das letzte Mal als kleines Mädchen gemacht habe.
Nicht erschrecken: der Teig ist – ähnlich wie ein Briocheteig – sehr weich und klebrig. Nach der ersten Ruhezeit gibt sich das aber, und der Teig lässt sich dann mit etwas Mehl gut weiter verarbeiten.

Der Teig eignet sich übrigens auch für Butterkuchen, mit Schokostücken auch für Schokobrötchen, Gugelhupf oder, gefüllt mit Nussnugatcreme, Nussfülle oder Quarkfülle, perfekt für andere Gebäcke.
