Oktopus nach neapolitanischer Art (polpo alla luciana)

Oktopus nach neapolitanischer Art (polpo alla luciana)

  • Menu Art: Hauptgericht
  • Küchenstil: italienisch
  • 4
  • 3 h
  • 15 min

Polpo alla luciana…

… ist ein altes neapolitanisches Rezept, von dem man sagt, es stamme von den armen Fischern aus dem Stadtteil Santa Lucia aus Neapel.

Wenige weitere Zutaten aus der Region – wie frische, vollfruchtig-süsse Tomaten, Kapern, Knoblauch, Petersilie und schwarze Oliven, dazu eine gehörige Portion bestes Olivenöl – daraus wurde eines der berühmtesten Gerichte Süditaliens.

Frisch gefangen, wurden die Kraken (italienisch: polpo), mehrfach fest gegen die Felsen geschlagen. In einigen italienischen Rezepten wird immer noch empfohlen, den Oktopus fest auf die Arbeitsplatte zu schlagen, bevor man ihn zubereitet. Ich habe darauf verzichtet – denn meine Küche wollte ich erst in vier Jahren wieder renovieren 😉 Das Fleisch wurde auch ohne Gewaltanwendung schön weich mit etwas Biß.

Achtet beim Einkauf auf die Frische des Kraken: lasst euch am besten auch gleich den Schnabel auslösen und auch den Kopf ausnehmen. Der Oktopus, den ich verwendet habe, ist eher untypisch für die Zubereitungsart alla Luciana – denn er hatte 750g.

Falls ihr die Möglichkeit habt, kleine Exemplare mit einem Einzelgewicht zwischen 80 und 90 g zu erstehen, verwendet diese. Frisch sind sie, wenn sie appetitlich seidig glänzen, und nur leicht nach Meer duften.  Sind sie mehrere Tage alt, glänzen sie nicht mehr und riechen unangenehm. Vertraut also euren Sinnen und seht, riecht und schmeckt die Qualität eures Kraken.

Die Zubereitung ist denkbar einfach: ihr packt einfach alle Zutaten in den Topf und entspannt euch bei einem Plausch mit den Freundinnen oder der Nachbarin – dafür habt ihr 1,5 – 2 Stunden Zeit. Dann einfach die Sauce langsam noch  auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen, was euch eine weitere Stunde Entspannung bringt. Dann serviert ihr dieses fabelhafte Gericht mit frischem Weißbrot oder einer Focaccia.

Zutaten
  • 700 – 800g Oktopus am Stück oder kleine Oktopusse von max. 90g/ Stück
  • 1 Zwiebel, schlampig aufgeschnitten (wie ihr es mögt – kreuz und quer – muss nicht gut aussehen)
  • 1 chinesischer Knoblauch, geachtelt
  • 2 Dosen San Marzano Tomaten DOP-Qualität (im Sommer: 1 kg sonnig-süsse Tomaten – geschält und ohne Kerne)
  • 1-3 getrocknete Peperoncini, zerbröselt (kleine, rote, scharfe Kerlchen – Handschuhe anziehen!)
  • 60g Kalamata-Oliven ohne Stein

  • 4 EL Kapern in Salz, abgespült und 20min gewässert
  • 40ml Olivenöl bester Qualität
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker (kommt auf die Süßes der Tomaten an – mehr oder weniger – ganz nach eurem Geschmack)
  • 1/2 frische, glatte Petersilie, ebenfalls schlampig zerpflückt (ohne Stiele)
Zubereitung
  • Oktopus(se) mit dem Kopf nach unten in einen passenden Topf (er sollte nicht zu groß sein) geben
  • Dosentomaten mit den Händen etwas quetschen und auf den Fisch geben, alle restlichen Zutaten (ausser der Petersilie) darüber geben
  • bei sehr niedriger Temperatur (bei mir von 9 möglichen Stufen wählte ich die 3) 90 min garen
  • wenn der Polpo schön weich ist (mit einem spitzen Messer an einer dicken Stelle hineinstechen), herausnehmen und warmstellen
  • Sauce nun langsam bei mittlerer Hitze auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen (dauert zwischen 30 – 45 min)
  • nochmal abschmecken und mit der Petersilie vermischen (einige Blätter zur Dekoration zurückbehalten)
  • mit frischem, kross aufgebackenem Weißbrot servieren oder auch mit Pasta – ganz nach eurem Gusto

Dodos Urteil:

24. März 2019

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