Brot

Das Glücks-Hybrid-Brot: Emmer-Vollkornbrot mit Pane Sera

Das Glücks-Hybrid-Brot: Emmer-Vollkornbrot mit Pane Sera

  • Menu Art: Brot
  • 24 Scheiben
  • 74 Stunden
  • 1 h

Zeitmanagement und Backlogistik…

…Themen, die ich gerne mal unterschätze.

Diese Story möchte ich mit euch teilen – auch unter der Gefahr, dass ich ziemlich schusselig rüberkomme. Vllt hilft es ja dem einen oder anderen, den Themen Zeitmanagement und Backlogistik etwas mehr Zeit zu widmen.

 

Übung macht den Meister (oder so)

Ab und an kommt es vor, dass ich mich fordere. Die Rezepte von Dietmar Kappl forderten mich als Backanfängerin letztes Jahr sehr. Erfolgsquote: 60%.

Also ließ ich das und übte an den gelingsicheren Rezepten des Backprofis André Hilbrunner fleißig weiter. Danach folgten die Brotrezepte von Sonja Bauer und Schelli. Kurz gesagt, ich war bereit für Emmer und Kappl. Jetzt.

Dodos Angst vor Emmer

„Emmer“: alleine das Wort lässt Dodos Puls hochschnellen. Aber: irgendwann musste es ja weitergehen mit meinen Brotback-Kenntnissen.

Emmer ist das Eine. Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war meine eigene Schusseligkeit.

Jener Samstag war vollgepackt mit Arbeit: Artikel schreiben (dafür hatte ich mir acht Stunden eingeplant), fünf Brote abbacken (dafür hatte ich mir 7 – 8 Stunden eingeplant).  Zwei der Teige warteten schon seit 48, respektive 72 Stunden auf das Gebacken-Werden.

IIIIISIIII: alles parallel- wird schon klappen: Büro und Küche liegen ja in fußläufiger Nähe. Ha! Wäre doch gelacht.

Nach Artikel 14 brauchte ich eine Pause. Perfekt! Schnell ein Brot gebacken. Passt.

Doof, oder was???

Ich sauste also in den Keller, holte das über 48 Stunden wunderschön gegangenen Pane Sera-Teig und den Teig für das des Emmer-Vollkornbrot aus dem Kühlschrank. Flitzte zurück in die Küche. Und dann tat ich es: ich kippte beide Teige zusammen in den Kessel. Fragt mich bitte nicht, wie ich das hingekriegt habe (ich hatte nix geraucht und mein Rotwein war schon länger nicht mehr vorhanden, im Keller).

Jedenfalls packte ich also die beiden schönen Teige in den Kessel und erfreute mich an der Struktur des Teigs.

Während ich da also stand und dem Teig verliebt beim Verknetet-Werden zusah, fragte ich mich, wo denn der andere Teig, den ich als nächstes verbacken wollte, hingeraten sei.

Das war der Moment, als ich mir am liebsten in den eigenen H… gebissen hätte: Teig 2 vergnügte sich prächtig mit Teig 3 im Kessel. Bravo, Dodo! Well done.

Die Teige – speziell der Emmeranteil – machte bei Minute 4 einen unschönen Eindruck: die Glutenstruktur schien instabil zu werden. Teigtemperatur lag bei 26 Grad Celsius. Kühlung hilft. Hoffte ich. Also packte ich den Hybrid-Teig zurück in die Teigwannen und parkte sie für 24 Stunden bei 4 Grad Celsius.

Nochmal Glück gehabt

Nach der kalten Gare (einmal die 48 Stunden vor der Hybridisierung) und weitere 24 h nach der Vereinigung, konnte der doch eher weiche Teig mit etwas Semola aufgearbeitet werden.

Im Topf gebacken entwickelte sich der Teig nochmal schön und ging wunderbar auf. Am nächsten Morgen schnitt ich das Brot an und war schon fast gerührt – denn gerechnet hatte ich mit einem Unglück. Herausgekommen ist das Brot, wie ihr es auf dem Foto seht.

Geschmacklich hat das Hybrid-Brot aus Weizen T80 und Emmer auch eine Menge zu bieten: Eleganz vom französischen Mehl und die leichte Nussigkeit vom Urkorn Emmer.

Das Hybrid-Brot ist ein neues Rezept, das ich sicherlich bald wieder backe. Auch die Frischhaltung war ganz erstaunlich: nach vier Tagen war der Teig immer noch gut – natürlich nicht mehr so saftig und soft wie an Tag 1. Ich empfehle, das Brot einmal nachzubacken. Es lohnt sich.

Dodos Urteil:

Let perfect not be the enemy of good.

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12. Mai 2019

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